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Städtebaulicher Einladungswettbewerb 'Ortsmitte und Rathaus Nordwalde'

Städtebaulicher Einladungswettbewerb 'Ortsmitte und Rathaus Nordwalde' - 1. Platz

Der historische Ortskern von Nordwalde mit seinen ortsbildprägenden baulichen Elementen wird subtil in seinen räumlichen Zusammenhängen gestärkt und erlebbar ergänzt.

Durch die neuen Bauvolumina wird der identitätsstiftende Charakter der kleinstädtischen Mitte gestärkt. Es entstehen zu den bestehenden Wege- und Platzformen weitere trittsteinartige Platz­abfolgen. Beginnend an der neuen Bebauung an der Bahnhofstraße führt ein Fußweg östlich vom Gebäude zu einer platzartigen Aufweitung. Von hier aus kann das Rathaus durch einen Nebenein­gang betreten werden. Daran anschließend führt der Weg an der neuen nördlichen Raumkante, bestehend aus dem die öffentlich – repräsentativen Nutzungen beherbergenden Gebäudeteil und dem Gebäudeteil, dass die neue Bankfiliale beinhaltet.

Dieses Gebäudeteil bildet auch den neuen Abschluß des Amillyplatzes, der sich optisch und haptisch als Bindeglied zum Rathausplatz versteht, aber auch Baustein zum Kirchplatz der St. Dionysius-Kirche ist und sich in die fußläufige Vernetzung der Dorfmitte eingliedert.

Eine Neugestaltung des Rathausplatzes ist im Zuge der städtebaulichen Neuordnung empfehlenswert. Aus diesem Grunde wird eine Platzgestaltung vorgeschlagen, die analog zum bestehenden Wasserbecken am Rathaus an die Tradition der Gräften erinnern soll. Eine helle unaufdringliche Pflasterung legt sich über den Rathausplatz, die sich bei Regen dunkel verfärben und zum übrigen Platz kontrastieren soll. Dadurch kommt das Wasser wieder zur Gräfte und der Platz verändert sein Gesicht.

Die aus den drei Bauabschnitten entstehenden Baukörper bieten in jedem Bauabschnitt für sich eine funktional und architektonisch komplette Einheit.

Die Gebäude präsentieren sich in einer hellbeigen, durch Kohlebrand markanten Klinkerfassade. Zum Einen wird hier die Tradition des Materials der Region mit seinen Klinkerfor­maten und seinen Sandsteinmotiven fortgeschrieben, zum Anderen erhält der Bauherr hier eine Fassade mit niedrigen zu erwartenden Instandhaltungskosten und somit von hoher Nachhaltigkeit. Desweiteren verleiht das gewählte Material den Gebäudevolumina eine nachvollziehbare Maßstäblichkeit.